Dienstag, 13. März 2012
Umfrage zur Fahrplanerweiterung auf der Kamptalbahn, Durchbindung der Züge nach St. Pölten
Samstag, 10. März 2012
TIPS: "Kamptalbahn: Zusage für Investitionen bleibt aus"
Während die Resolution bisher auf www.unserekamptalbahn.at von 870 Personen unterzeichnet wurde, fand sie bei der Aussendung an Bund, Land und ÖBB von den betroffenen Gemeinden im Bezirk Krems keine Unterstützung. Laut Hubert Meisl, Bürgermeister der Gemeinde Langenlois, bestand damals kein Zweifel, dass es ohnehin laufend Modernisierungsmaßnahmen auf der Strecke geben würde (Tips berichtete in der Ausgabe vom 12. Jänner).
Das Land Niederösterreich weist in der Reaktion auf die Resolution auf derartige Maßnahmen hin. So verpflichte sich die ÖBB laut einem Vertrag „zur Erhaltung der Infrastruktur in betriebssicherem Zustand sowie zu Qualitätskriterien wie Sauberkeit, Pünktlichkeit und adäquater Fahrgastinformation". Die Kamptalbahn sei im Vertragszeitraum bis 2019 nicht in Frage gestellt.
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Seitens der ÖBB würden, wenn Investitionen erforderlich werden, „zeitgerecht Gespräche mit den Gebietskörperschaften über die erforderliche Mitfinanzierung bei der Fuhrparkbeschaffung und über eventuell erforderliche Infrastrukturmaßnahmen aufgenommen". Eine Investition in neue Dieseltriebwagen sei aber derzeit nicht erforderlich. Zudem sei bei Investitionen „auch im Interesse der Steuerzahler nach
betriebswirtschaftlichen Vorgaben vorzugehen".
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Für die Kamptalbahn von Hadersdorf nach Sigmundsherberg könne „im Bestand eine Verkehrsnachfrage an der unteren Grenze der Systemadäquanz festgestellt werden". Ein Garant für den langfristigen Weiterbetrieb auf der Kamptalbahn wäre demnach „eine stetig steigende Reisendenzahl". Ob die unzeitgemäße Infrastruktur mehr Zuggäste anlocken kann, wird in Frage gestellt. Daher kündigten die Initiatoren an, die Bemühungen um die Resolution „Pro Kamptalbahn" weiter fortzusetzen.
Mittwoch, 29. Februar 2012
NÖN: "Kamptalbahn: Die Bedenken bleiben"
Dienstag, 28. Februar 2012
Artikel im Kurier: "Frust über fehlende Perspektiven"
Freitag, 24. Februar 2012
PRO KAMPTALBAHN … Antwort eingelangt … Bedenken bleiben!
Auf die vom Gemeinderat in Sigmunsherberg, Horn, Rosenburg – Mold und Gars am Kamp beschlossene Resolution PRO KAMPTALBAHN ist die Stellungnahme des BMVIT und des Amtes der NÖ Landesregierung im Gemeindeamt Gars am Kamp eingelangt.
In beiden Antworten keine Spur einer Zusage für Investitionen in Infrastruktur (Gleisanlagen, Bahnsteige) oder etwa gar zeitgemäße Fahrzeuge.
Laut BMVIT wäre eine stetig steigende Reisendenanzahl ein Garant für den langfristigen Weiterbetrieb. Ob das mit Bahnsteigen (Langenlois und Schönberg) wie vor fast 125 Jahren, Langsamfahrstellen (Stiefern - Altenhof und Rosenburg – Horn) und Fahrzeugen, die nicht mehr zeitgemäß sind, gelingt?
Werner Baltram, Prokurist der ÖBB-Infrastruktur AG, meinte bei einer Eröffnung auf der Donauuferbahn im vergangenen Herbst: „Nur mit mehr Komfort und guter Infrastruktur erreichen wir die Akzeptanz unserer Kunden.“
1850 Ein- und Aussteiger an einem Tag wurden auf der Kamptalbahn im Vorjahr an einem durchschnittlichen Werktag gezählt (lt. ÖBB PV AG) – ohne Bahn wären das viele Autos mehr auf der Strasse.
Die Bemühungen PRO KAMPTALBAHN werden fortgesetzt erklären BGM Martin Falk und GR Friedrich Wiesinger übereinstimmend.
Bitte unterstützen sie die Resolution auf der homepage www.unserekamptalbahn.at so wie es mehr als 750 BürgerInnen bereits getan haben.
Dienstag, 21. Februar 2012
probahn Österreich: Unmut über das vorliegende Spar-Budget
Zitat der Pressemeldung Probahn Österreich, 17.02.12:
An die 20 Bürger-Initiativen aus ganz Österreich drückten am 16.02.12 im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien ihren Unmut über das vorliegende Spar-Budget vor, das keinerlei ökologischen Ansätze enthält. Die sich widerspiegelnde Entschlossenheit unter den Bürger-Initiativen lässt einen anhaltenden Widerstand schließen, nicht nur im Umweltbereich sondern auch im Sozialbereich.
Während die ÖBB sich ständig rechtfertigen müssen, wegen der großteils von der Politik verursachten und bei ihr geparkten Schulden, sind Einsparungen beim Bau von Autobahnen und Schnellstraßen sowie bei der steuerlichen Begünstigung von Pkw und Lkw kein Thema. Hier gäbe es ein immenses Sparpotenzial von über 20 Mrd. Euro (s. VCÖ-Aufstellung unten). probahn ÖSTERREICH fordert von der Bundesregierung eine Umschichtung des Spar-Budgets zweckgebunden für eine Bahnoffensive.
Im Bahn-Infrastruturbereich sind Semmering- und Koralmtunnel für den innerösterreichischen und internationalen Personen- und Güterverkehr unverzichtbar. Beim Brenner-Basistunnel muss es Neuverhandlungen mit der EU über einen für Österreich leistbareren Beitrag geben, der BBT ist ein europäisches Projekt!
Verzicht auf Elektrifizierung von Strecken wie Gänserndorf-Marchegg-Staatsgrenze oder die Götzendorfer Spange, die für die Attraktivierung des Bahnverkehrs aber wichtig wären und auch Energiekosten einsparen würden, ist ein Armutszeugnis für das Bahnland Österreich.
Die Mängelliste im Öffentlichen Verkehr ist stufenweise abzuarbeiten:
- Ein österreichweiter, flächendeckender Integraler Taktfahrplan für Bahn und Bus, die es den Menschen ermöglicht, tagtäglichmit Öffis unterwegs zu sein.
- ÖBB aber auch Privatbahnen brauchen neue Fahrzeuge, wollen sie neue Kunden gewinnen – dies lässt sich nicht mit Eigenmitteln finanzieren
- Die Ballungsräume rund um die Landeshauptstädte wachsen rapide an, Städte wie Salzburg, Linz, Graz, Innsbruck müssen ihre S-Bahn-Planungen umsetzen können, dafür bedarf es ausreichender Nahverkehrs-Milliarde
- Regionalbahnen stellen ein wichtiges Rückgrat für die Siedlungs- und Betriebsentwicklung dar. Ein Kahlschlag wie in NÖ wirkt sich fatal auf die Bevölkerungsentwicklung in den Regionen aus
- Eine älter werdende Gesellschaft und vermehrte Konfliktpotenziale im Öffentlichen Raum setzen mehr Personal im Öffentlichen Verkehr: Bahnhöfe, Züge, Service.
Eine Umschichtung des Budgets vom Straßenbau zum Öffentlichen Verkehr ist jetzt noch möglich, weil es das Budgetdefizit nicht erhöhen würde, aber die Strafzahlung an die EU wegen Überschreitung der Klimaschutzziele in Mrd-Höhe mindert.
